„Bestehende Flächen besser nutzen und unsere Ortsmitten stärken: Genau darum geht es bei beiden Projekten. So schaffen wir Perspektiven für Wohnen und Gewerbe und gehen zugleich verantwortungsvoll mit der begrenzten Ressource ‚Fläche‘ um“, erklärt die Böblinger Abgeordnete.
In Sindelfingen soll das bisherige Krankenhausareal eine neue Nutzung bekommen. Mit der Landesförderung kann die Stadt die Bürgerinnen und Bürger im IBA’27-Ausstellungsjahr in die Planungen einbinden. Holzgerlingen nimmt sich auf dem Gelände des Schönbuch-Gymnasiums die Themen Mehrfachnutzung und nachhaltige Mobilität vor: Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob sich ein aufgeständertes Fahrradparkdeck über einer Autostellfläche technisch umsetzen lässt. Dann könnte die bisherige Fläche für die Fahrradständer im Pausenhof entsiegelt werden.
Dvořák-Vučetić liegt ein sparsamer Umgang mit Fläche dabei besonders am Herzen: „Unsere Kommunen wissen am besten, welche Potenziale vor Ort bestehen. Das Land hilft ihnen, daraus konkrete Entwicklungsperspektiven zu machen. Für mich ist entscheidend, dass neben Wohnraum und gewerblichen Nutzungsmöglichkeiten auch attraktive Grün- und Freiflächen mitgedacht werden. Das steigert die Lebensqualität und macht unsere Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegen Hitze. Gerade beim Krankenhausareal in Sindelfingen ist es richtig, die Menschen von Anfang an mitzunehmen.“
Zum Hintergrund:
Das Land Baden-Württemberg fördert im Jahr 2026 im Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ insgesamt 27 Maßnahmen mit rund 1,8 Millionen Euro. Darunter sind fünf kommunale Flächenmanagerinnen und -manager sowie 22 Projekte. Das Fördervolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Gefördert werden nicht-investive Maßnahmen wie städtebauliche Entwürfe, Entwicklungskonzepte, Bürgerbeteiligung und kommunales Flächenmanagement. Ziel ist es, Leerstände, Baulücken und Brachflächen sowie Möglichkeiten zur Aufstockung und Nachverdichtung zu nutzen.
Seit der aktuellen Förderperiode übernimmt das Land bei Innenentwicklungsmaßnahmen 60 statt bisher 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro. Der Förderhöchstbetrag für kommunale Flächenmanagerinnen und -manager wurde von 120.000 auf 144.000 Euro angehoben. In den Landkreis Böblingen fließen insgesamt 186.600 Euro an Fördermitteln.
